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Anbaugebiete

Rebsorten und Aromen

 

Italien - Das Land der tausend Weine

Italien,-„das Land, wo die Zitronen blühen“,- schon seit Goethes Zeiten gilt Italien als das mediterrane Sehnsuchtsland der Deutschen. Pasta, Pizza und „La Dolce Vita“ sind jedem bekannt, aber was wäre dies alles ohne den dazugehörigen weltberühmten und vielbesungenen italienischen Wein?! Mit einer Anbaufläche von ca. 856.000 ha ist Italien heute neben Frankreich die größte Weinbaunation der Welt. Dabei überwiegen beim Anbau mit ca. 60% die Rotweine. Kaum ein anderes Land besitzt so viele unterschiedliche Weinregionen wie Italien. Ebenso beeindruckend ist die Vielzahl autochthoner italienischer Rebsorten.

 

Berühmte Anbaugebiete und Rebsorten 

Der internationale Siegesgang des italienischen Weines begann gegen Ende der 60er Jahre in der Toskana. Im Zentrum dieser Region mit ihrer sanft geschwungenen und lichtdurchfluteten Hügellandschaft und den unzähligen, pittoresken mittelalterlichen Dörfern und Städtchen im Dreieck von Pisa, Florenz und Siena liegt die Heimat des Chiantis, Inbegriff italienischer Lebensart. Dieser Wein wird zumindest ausschließlich aus der Sangiovese-Traube gewonnen, manchmal mit einem kleinen Anteil einheimischer Sorten wie Cannaiolo oder Colorino als Cuveé. Ebenfalls aus der Toskana stammt der kräftigere und körperreichere Vino Nobile di Montepulciano, der gleichfalls aus der Sangiovese-Traube gewonnen wird. Eine Spezialität dieser Region ist der Vin Santo, ein edelsüßer Dessertwein, auch bekannt als „heiliger Wein“. 

Aus dem Piemont, östlich der Stadt Turin, aus der Gegend um Alba, stammen der legendäre Barolo, der auch als „König der Weine“ oder „Wein der Könige“ gepriesen wird und der Barbaresco. Beide Rotweine werden aus der Nebbiolo-Traube gekeltert. Auch der Barbera D`Asti wird hier angebaut, eine ganz eigenwillige und unvergleichbare Rotweinsorte. Der als Gavi bekannte Weißwein, der zu 100% aus der Rebsorte Cortese gewonnen wird, ist ebenso im Piemont beheimatet. 

Das Veneto bietet eine große Vielfalt unterscheidlicher Anbaugebiete. Custoza und Lugana, beide am Gardasee gelegen, sind Weißweinanbaugebiete, ebenso wie das Soave. Die Weine gleichen Namens werden aus den Rebsorten Garganega (Soave) und Trebbiano gekeltert. Im Kern des Veneto liegt das berühmte Valpolicella. Der gleichnamige Rotwein zählt in deutschen Landen nicht nur in Pizzerien zu den beliebtesten Rotweinen Italiens. Er wird aus den heimischen Rebsorten Corvina, Rondinella und Molinara erzeugt. Als besondere Spezialität Venetiens gilt der voluminöse und kräftige Amarone, der aus getrockneten Trauben hergestellt wird. Weiterhin bekannt ist auch der Bardolino, benannt nach dem gleichnamigen beliebten Urlaubsort am Gardasee. Er ist eine Cuveé aus den drei Rebsorten Corvina, Molinara und Rondinella. 

Das Trentino im Norden Italiens ist eine Weißweinhochburg und Italiens größter Chardonny- und Pinot-Grigio-Produzent. Weitere erwähnenswerte Regionen sind Apulien mit den roten Rebsorten Negroamaro und Primitivo und Sizilien mit der roten Nero d´Avola Traube und dem süßen Dessertwein Marsala. In den letzten Jahren sind Weine aus der Primitivotraube in Deutschland immer beliebter geworden und zählen heute sicherlich mit zu den Trendsettern aus Italien.

In Südtirol (Alto Adige) dominiert die Vernatsch-Rebe. Aber auch Produktbetonte Weißweine aus Weißburgunder, Gewürztraminer und Sauvignon blanc werden hier angebaut und, nicht zu vergessen, der Lagrein, eine echte Südtiroler Spezialität.

 

Nicht nur im Sommer: Prosecco

Eine italienische Besonderheit ist die in Venetien beheimatete Prosecco-Traube, wie sie bis vor einigen Jahren hieß. Um die Qualität des Gebietes aufzuwerten, wurde die Prosecco-Traube „umbenannt“ und heißt nun Glera-Traube. Das Gebiet hingegen, ist nach dem großen Vorbild aus Frankreich „der Champagne“, in das Prosecco-Gebiet unterteilt worden. Nun dürfen nur die Weine und Prosecco aus diesen bestimmten Gebiet Prosecco DOC heißen. Sie reift relativ spät und erzeugt Weine mit leicht erhöhter Säure. Daraus entsteht ein prickelndes Vergnügen, auch als Prosecco Frizzante bekannt. Der Prosecco ist als echter Allrounder und Sekt-Konkurrent in Deutschland immer beliebter geworden: Er begleitet nicht nur Empfänge, Jubiläen, Silvesterfeiern und geht als Aperitif dem Essen voran, sondern holt auch im Sommer das Italien-Feeling auf die Terrasse.